Funktionsbeschreibung

  1. Definition der Berechnungsarten Angebot, All-in und All-in History:
    1. Angebot: Es werden Produktkosten und evtl. Zusatzgewinnbeteiligungen gemäß Angebotsmodellrechnungen der Produktanbieter berechnet. Renditeberechnungen basieren auf angenommenen Anlagerenditen (siehe Pkt. 2 & 3).
    2. All-in: zu den Produktkosten werden die laufenden Veranlagungskosten und zusätzliche veranlagungsbezogene Kosten berechnet. Zusatzgewinn- beteiligungen können individuell bewertet werden. Renditeberechnungen basieren auf angenommenen Marktrenditen (siehe Pkt. 2, 3 & 12).
    3. All-in History: Kostenberechnung wie All-in. Renditeberechnungen basieren auf der Hochrechnung historischer Anlagerenditen eines bestimmten Zeitraumes (max. ab dem ersten vollen KJ seit Auflegung bzw. ab vollständig bekannten Kursdaten) zum 31.12. des Vorjahres. Werden zwei oder drei Produkte verglichen, wird der längst mögliche Zeitraum des jüngsten Fonds angezeigt (siehe Pkt. 2). Der Zeitraum kann vom Nutzer verändert werden.
  2. Definition der Renditen:
    1. Marktrendite: Anlagerendite inkl. lfd. Kosten, ohne Performancegebühr und Transaktionskosten.
    2. Anlagerendite: ausgewiesene Rendite des Fonds/ETFs/Deckungsstock, etc.
    3. Nettorendite: nominelle Nettorendite nach Abzug aller Kosten und Steuern.
  3. Die Vorbelegung der Renditen (betrifft Angebot und All-in) begründet sich wie folgt:
    1. Bank- & Bausparprodukte aufgrund konkreter Angebote der Produktanbieter zum Datum der Produktanlage.
    2. Bei Bausparer mit Laufzeitberechnungen über 6 Jahren werden die staatliche Prämie und der Zinssatz der für 6 Jahren gültigen Werten fortgeschrieben.
    3. Klassische LV (KLV) und prämiengeförderten LV (PZV) mit der bei Anlage aktuellen „Mid-Case“ Renditeprognose der Produktanbieter.
    4. Goldanlagen mit 1% Punkt über der von der EZB angestrebten Inflationsrate (derzeit angestrebte Inflationsrate 2%, Rendite daher 3%).
    5. Fonds/ETFs nach marktüblichen, langfristigen Gegebenheiten, abhängig vom SRRI oder SRI (z.B. 100% Aktien mit 7% Marktrendite = MSCI World 1972-2017). Renditeeinstellungen können geändert werden und sind vom Nutzer festzulegen.
  4. Die Vorbelegung der Inflation erfolgt auf Basis des Zielwertes der Europäischen Zentralbank mit 2%. Die Voreinstellung kann vom Nutzer geändert werden.
  5. Provisionen werden anhand von öffentlich zugänglichen Informationen oder Umfragen ohne Bonifikationen erhoben. Der Nutzer kann diese unter Einstellungen ändern. Eine Änderung der Provision ändert nichts an der Berechnung an sich, Kostensätze, welche sich aufgrund geänderter Provisionssätze verändern, sind im jeweiligen Feld zusätzlich anzupassen! Gleiches gilt umgekehrt.

    Produkt

  6. fynup berechnet Kostensätze auf Basis finanzmathematischer Grundlagen. Die Genauigkeit der Berechnungen ist von der Datenqualität abhängig, insbesondere 1. von der Qualität der Kostenangaben des Produktanbieters, 2. vom Einfluss obligater Risikokosten, 3. von der Anzahl der vorliegenden Modellrechnungen. Details zum jeweiligen Produkt unter Produktkosten. Produktanbieter sind eingeladen, detailliertere Berechnungsgrundlagen zur Verfügung zu stellen, um die Datenqualität und in Folge die Genauigkeit der Berechnungen zu optimieren.
    • 5 Punkte: Konkrete Angabe aller Kosten, keine Zusatzgewinne, keine obligaten Risikokosten im Haupttarif (obligater Zusatztarif möglich). Produktkosten sind über die gesamte Vertragsdauer fixiert, es entstehen lediglich geringe Rundungsdifferenzen.
    • 4 Punkte: Konkrete Angabe der Kosten, Zusatzgewinne können kalkuliert sein, werden jedoch transparent angeführt bzw. wurden auf Nachfrage detailliert beantwortet. Der Prämienanteil obligater Risikokosten ist gering. Abweichungen bewegen sich in der Regel im Promillebereich.
    • 3 Punkte: Einzelne Berechnungsgrundlagen für Kosten und/oder Zusatzgewinne werden vom Produktanbieter in den allgemein zugänglichen Unterlagen nicht konkret angegeben und mussten daher anhand mehrerer verschiedener Modellrechnungen der Produktanbieter nachgerechnet werden. Weitere Abweichungen können durch höhere, obligate Risikokosten entstehen, welche sich vor allem bei unterschiedlichen Parametern gegenüber der Musterberechnung lt. Pkt. 13 ändern können. Durch diverse Einstellungen bewegen sich Abweichungen in der Regel im geringen Prozentbereich, können aber auch größer sein.
    • 2 Punkte: Beschreibung wie „3 Punkte“ mit dem Unterschied, dass es trotz erheblicher Bemühung nicht möglich ist, die Abweichungen, speziell bei unterschiedlichen Parametern (Alter, Laufzeit, Prämie, etc.) gering zu halten. Der Nutzer muss von größeren Berechnungsabweichungen ausgehen!
    • 1 Punkte: Speziell bei historischen Produkten (in Ausnahmen auch bei aktuellen Produkten möglich) liegen meist nur Unterlagen zu einem konkreten Angebot/Vertrag vor, auf deren Basis die Kosten und mögliche Zusatzgewinne berechnet werden. Die Berechnungsqualität kann daher nur bei gleichen Parametern (Alter, Laufzeit, Prämienhöhe, Renditeannahme, etc.), wie die vorliegende (aufzurufen unter Dokumente) geprüft werden. Mit anderen Parametern kann es zu sehr hohen Ergebnisabweichungen kommen!
  7. fynup berechnet die laufende Versicherungssteuer (VST) bei steuerpflichtigen Versicherungsprodukten von der Nettoprämie. Bei Einmalzahlungen in steuerpflichtige Versicherungsprodukte wird in der Standardeinstellung eine Nachversteuerung von 7% VST in den ersten 14 Jahren berechnet, wobei der Zeitraum vom Nutzer unter Einstellungen verändert werden kann. Nicht berücksichtigt wird derzeit eine eventuelle Nachversteuerung bei prämiengeförderten Zukunftsvorsorgen. Bei Wertpapierdepots (WPD) wird die Kapitalertragssteuer von derzeit 27,5% vom Gewinn der Veranlagung berechnet, wobei in der Standardeinstellung 60% jährlich und 40% bei Ablauf in Abzug gebracht werden. Dieses Verhältnis kann der Nutzer unter Einstellungen ändern. Die zu berechnenden Werte sind letztendlich vom Nutzer festzulegen.
  8. Abschluss- bzw. Betreuungskosten von Lebensversicherungen werden als Abschlusskosten bezeichnet und aufgrund Angaben der Produktanbieter in den Versicherungsbedingungen, Produktbeschreibungen, Angeboten, etc. übernommen. Falls der Provisionsanteil vom Berater individuell festgelegt werden kann, erfolgt die Voreinstellung mit dem maximal bekannten Wert. Die Werte können unter Einstellungen geändert werden, der zu berechnende Wert ist vom Nutzer festzulegen.
  9. Kaufkosten von Fonds oder ETFs in Wertpapierdepots werden von Mountain-View Data GmbH bereitgestellt. Rabatte auf Ausgabeaufschläge können unter Einstellungen geändert werden. Der zu berechnende Wert ist letztendlich vom Nutzer festzulegen.
  10. Verwaltungs-, Inkassokosten und Rückkaufabschläge werden aufgrund der Angaben der Produktanbieter in den Versicherungsbedingungen, Produktbeschreibungen, Angeboten, Kostenblättern der Depotbanken, etc. übernommen. Falls Provisionen vom Depotwert vom Berater individuell festgelegt werden können, erfolgt die Voreinstellung mit 0,4% oder diesem Wert nächstgelegenen. Änderbare Werte können unter Einstellungen geändert werden und sind daher vom Nutzer festzulegen.
  11. Risikokosten werden nur für den im Produkt verankerten obligaten Mindestanteil berücksichtigt. Diese versicherungsmathematisch ermittelten Kosten werden aufgrund der Angaben der Produktanbieter im Musterangebot gem. Pkt. 13 übernommen und finanzmathematisch im Durchschnitt der Laufzeit berechnet. Dadurch kann es zu Ergebnisabweichungen kommen. Diese Werte können unter Einstellungen geändert werden. Der zu berechnende Wert ist letztendlich vom Nutzer festzulegen.
  12. Zusatzgewinnbeteiligungen werden in der Voreinstellung mit 100% berücksichtigt, es sei denn, ein bestimmter Grund wird für die geänderte Voreinstellung genannt. Unter Einstellungen können die Bewertungen der Voreinstellung geändert werden, der zu berechnende Wert ist letztendlich vom Nutzer festzulegen.

    Aufgrund der Vielfältigkeit sind Ergebnisabweichungen möglich, vor allem wenn z.B. Produktanbieter die Gewinnbeteiligung nicht gleichmäßig über die Laufzeit verteilen oder die Höhe der kalkulierten Zusatzgewinne nicht bekanntgegeben wird und von fynup errechnet werden musste (siehe Pkt. 6 Datenqualität).

    Kostengewinne aus Fondskostenrückvergütungen können unterschiedlich hoch sein und sich jährlich ändern. fynup ist um laufende Aktualisierung bemüht, übernimmt dafür aber keine Gewähr. Für den Fall, dass diese Werte von Produktanbietern nicht offiziell bekannt gegeben werden, errechnet fynup einen Annäherungswert. Dabei kommt es naturgemäß zu Abweichungen.
  13. Ein beschriebenes „Musterangebot“ hat folgende Parameter: Mann, 35 Jahre alt, Laufzeit 30 Jahre, monatliche Prämie € 100.

    Veranlagung

  14. Fondsdaten werden von der Mountain-View Data GmbH bereitgestellt. Fondsdaten, welche von der Mountain-View Data GmbH nicht geliefert werden, werden auf Basis mitgeteilter Daten der Produktanbieter (in der Regel Versicherer) von fynup eingearbeitet. Für den Fall, dass laufende Fondskosten von Produktanbietern für produktbezogene Portfolios, etc. nicht bekannt gegeben werden, errechnet fynup einen Annäherungswert anhand der bekannten Kosten der Subfonds. Dabei kommt es naturgemäß zu Abweichungen. Produktanbieter sind eingeladen, die konkreten Kosten zur Verfügung zu stellen!
  15. Die Wertentwicklungsberechnung erfolgt durch fynup mittels der BVI Methode, welche auf der „time weighted rate of return“-Methode beruht. Diese international anerkannte Standardmethode ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn des Anlagezeitraumes und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraumes. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend in neue Fondsanteile investiert. So ist die Vergleichbarkeit der Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender Fonds sichergestellt. Die Wertentwicklung wird auf Basis der börsentäglich ermittelten Anteilwerte berechnet.
  16. Fremdwährungskurse werden in Euro umgerechnet, wodurch es zu marktüblichen Abweichungen aufgrund unterschiedlicher Tageszeitpunkte der Cross-Rates (Werte Euro zu Fremdwährung) oder sonstigen Gegebenheiten kommen kann. Die Cross-Rates werden ebenfalls von der Mountain-View Data GmbH bereitgestellt.

    Selektor

  17. Das fynup-Ranking All-in basiert auf einer Gaußschen Verfallskurve über die gewichtete Gewinn-/Verlustfläche F ausgehend von den Referenzwerten Maximum(F) = 100%, Durchschnitt(F) = 50%. Das bedeutet, dass das messbar günstigste Produkt 100% erhält, der in der Selektion gewählte Durchschnitt 50%.

Haftungshinweise

fynup generiert Analysen, Vergleiche, Berechnungen und Rankings, welche einen wertvollen Beitrag zur Orientierung auf der Suche nach einem geeigneten Finanzprodukt leisten. Sie geben einen Überblick darüber, welche Produkt-Anlage-Kombinationen in den jeweiligen Kategorien eine günstige Kosten-, Steuerstruktur, sowie eine gute Qualität aufweisen.

fynup berechnet Kostensätze auf Grundlage von Daten, die von dritter Seite bezogen werden. Die Genauigkeit der Berechnungen ist 1. von der vom Produktanbieter zur Verfügung gestellten Datenqualität, 2. vom Einfluss versicherungsmathematisch ermittelter Kosten, 3. von der Anzahl der vorliegenden Modellrechnungen abhängig. Datenqualitätspunkte werden im rechner angezeigt und beschrieben, 5 Punkte zeigen die beste Qualität, bei einem Punkt muss mit erheblichen Abweichungen gerechnet werden. Details in der Funktionsbeschreibung Pkt. 6.

Trotz größter Sorgfalt kann der Betreiber von fynup, die derrechner.at GmbH, allerdings keine Gewähr für die Eignung, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verfügbarkeit der unverbindlich zur Verfügung gestellten Daten und Informationen übernehmen. Produktangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Erfassung, mögliche nachträgliche Änderungen können daher unberücksichtigt bleiben. Die Nutzung der angebotenen Informationen und Daten erfolgt auf eigenes Risiko. Eine Haftung der derrechner.at Gmbh ist daher in jedem Fall ausgeschlossen.

Die Berechnungen und Vergleiche stellen keinerlei Empfehlung für ein bestimmtes Produkt dar. Auch die Reihung der einzelnen Produkte stellt keine Empfehlung dar. Die durch die Software ermittelten Berechnungen und Vergleiche stellen keine Vermittlung eines Versicherungs-, oder Finanzvertrags und auch kein Angebot für ein Produkt dar. Auf keinen Fall ersetzen Berechnungen von fynup Angebote und Bedingungen der Produktanbieter.

Die dargestellten Daten und Informationen können eine individuelle Beratung, die auch die Prüfung des Finanzprodukts und der Finanzgesellschaft auf die Eignung für die spezielle Kundensituation beinhaltet, nicht ersetzen, sie dienen daher nur der Orientierung.

Der Nutzer (in der Regel Berater/in) entscheidet selbständig und eigenverantwortlich, ob und gegebenenfalls wie die Berechnungen/Rankings verwendet werden und ob diese zum Anlass für einen Vertragsabschluss oder Wechsel des Produktes oder der Veranlagung genommen werden. Bei einem Produktwechsel hat der Nutzer eine erhöhte Sorgfaltspflicht, da die Aufgabe bestehender Verträge zugunsten neuer mit Risiken und erhöhten Kosten und Steuern verbunden ist. Für die Beratung, Produktauswahl und Empfehlung ist ausschließlich der Nutzer verantwortlich.

Sämtliche Berechnungen, die in Abhängigkeit einer Performance (Rendite) dargestellt werden, basieren auf unverbindlichen Modellrechnungen und dienen ausschließlich Illustrationszwecken. Hierbei werden vereinfachte Annahmen getroffen, insbesondere die konstante Fondsperformance und die Gewinnbeteiligung betreffend. Aus den Hochrechnungen lassen sich keine Rückschlüsse auf die Wertentwicklung und Ablaufleistung, sowie den Risiken der Veranlagungen ableiten. Kurse können sowohl steigen als auch fallen. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung einer Veranlagung zu. Die Zukunft ist nicht prognostizierbar, jede Annahme unverbindlich. Folgende Risiken sind bei jeder Veranlagung zu berücksichtigen: Wertschwankungsrisiko (Volatilität), Zinsrisiko, Inflationsrisiko, Währungsrisiko, Ausfallsrisiko.